Erschr
eckende Bilanz einer Telefonrecherche bei Zahnärzten in Rheine:
9 von 10 Zahnärzten diskriminieren Patienten mit HIV
Vor wenigen Tagen wandte sich ein HIV-positiver Mann aus Rheine an die Aids-Hilfe Münster mit der Bitte, einen Zahnarzt an seinem Wohnort zu suchen, der ihn behandeln würde. Sein bisheriger Zahnarzt hatte eine weitere Behandlung aufgrund der HIV-Diagnose abgelehnt.
Telefonische Anfragen bei 10 Zahnärzten in Rheine lieferten ein erschreckendes Bild: Nur ein Zahnarzt war ohne Einschränkungen bereit, einen Patienten mit HIV zu behandeln. Dieser Mediziner wies darauf hin, dass er ohnehin jeden Patienten so behandeln müsse, als sei er mit HIV oder Hepatitis infiziert. Die anderen 9 Zahnärzte wollten hingegen gar nicht, nur im Notfall oder nur am Abend behandeln.
Die Aids-Hilfe weist auf eine Stellungnahme des Robert-Koch-Instituts hin, nach der die „routinemäßig erforderlichen Hygienemaßnahmen“ auch bei bekannt HIV-positiven Zahnarzt-Patienten genügen und es keine Notwendigkeiten für Behandlungstermine am Ende eines Sprechtages gibt.
Nach der Erfahrung der Aids-Hilfe Münster gibt es keine Berufsgruppe, die auf HIV-Positive so oft mit Ablehnung und Diskriminierung reagiert wie die der Zahnmediziner. Denn auch Menschen mit HIV aus anderen Städten des Münsterlandes und auch aus Münster selbst berichten regelmäßig von negativen Erfahrungen.
Ulrich Besting von der Aids-Hilfe Münster kommentiert: „Die ganze Irrationalität vieler Zahnärzte wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass heute die Mehrheit der Menschen, die von ihrer HIV-Infektion wissen, aufgrund der modernen Therapien kaum noch infektiös ist, während die unbekannt Infizierten demgegenüber meist eine besonders hohe Virusmenge im Blut haben. Auch die weit verbreiteten Hepatis-Viren sind über Blutkontakte deutlich leichter als HIV zu übertragen. Deshalb gibt es keinen Grund, mit bekannt HIV-positiven Patienten anders umzugehen als mit den Patienten, die keine Infektion angeben.“
Weitere Infos über: 0251/6096013 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
eckende Bilanz einer Telefonrecherche bei Zahnärzten in Rheine:9 von 10 Zahnärzten diskriminieren Patienten mit HIV
Vor wenigen Tagen wandte sich ein HIV-positiver Mann aus Rheine an die Aids-Hilfe Münster mit der Bitte, einen Zahnarzt an seinem Wohnort zu suchen, der ihn behandeln würde. Sein bisheriger Zahnarzt hatte eine weitere Behandlung aufgrund der HIV-Diagnose abgelehnt.
Telefonische Anfragen bei 10 Zahnärzten in Rheine lieferten ein erschreckendes Bild: Nur ein Zahnarzt war ohne Einschränkungen bereit, einen Patienten mit HIV zu behandeln. Dieser Mediziner wies darauf hin, dass er ohnehin jeden Patienten so behandeln müsse, als sei er mit HIV oder Hepatitis infiziert. Die anderen 9 Zahnärzte wollten hingegen gar nicht, nur im Notfall oder nur am Abend behandeln.
Die Aids-Hilfe weist auf eine Stellungnahme des Robert-Koch-Instituts hin, nach der die „routinemäßig erforderlichen Hygienemaßnahmen“ auch bei bekannt HIV-positiven Zahnarzt-Patienten genügen und es keine Notwendigkeiten für Behandlungstermine am Ende eines Sprechtages gibt.
Nach der Erfahrung der Aids-Hilfe Münster gibt es keine Berufsgruppe, die auf HIV-Positive so oft mit Ablehnung und Diskriminierung reagiert wie die der Zahnmediziner. Denn auch Menschen mit HIV aus anderen Städten des Münsterlandes und auch aus Münster selbst berichten regelmäßig von negativen Erfahrungen.
Ulrich Besting von der Aids-Hilfe Münster kommentiert: „Die ganze Irrationalität vieler Zahnärzte wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass heute die Mehrheit der Menschen, die von ihrer HIV-Infektion wissen, aufgrund der modernen Therapien kaum noch infektiös ist, während die unbekannt Infizierten demgegenüber meist eine besonders hohe Virusmenge im Blut haben. Auch die weit verbreiteten Hepatis-Viren sind über Blutkontakte deutlich leichter als HIV zu übertragen. Deshalb gibt es keinen Grund, mit bekannt HIV-positiven Patienten anders umzugehen als mit den Patienten, die keine Infektion angeben.“
Weitere Infos über: 0251/6096013 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Zahnärzte diskriminieren HIV-Patienten